Druckschrift 
5 (1842)
Entstehung
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Kenntniß des schlimmeren Theils unserer Natur, welchesein eigenes Herz und die Gewöhnung an Verbrechen ihn Igelehrt hatte, beschloß er, das Nebrige den Leidenschaften >der Italienerin getrost zu überlassen, wenn stc einmal zudem Grade, wie er hoffte und strebte, gesteigert wären.

Verzeiht mir," sagte er;meine Liebe hat michzu kühn gemacht; und doch ist es nnr diese Liebe meinMitgefühl für Dich, schöne Verrathcne, was mich bewe-gen känn, mit meinen Enthüllungen einem Manne zuschaden, den ich als meinen Bruder betrachtet habe. Ichkann mich auf Deinen Schwur verlassen, vor GlyndonAlles zu verhehlen?"

Auf meinen Schwur, auf meine erlittene Miß-handlung und mein Gebirgsblut!"

Genug! hole Deinen Hut und Mantel und folge !mir!"

Als Fillide das Zimmer verließ, hafteten NicotsAugen wieder auf dem Gold; es war viel! weit mehrals er zu hoffen gewagt hatte; und wie er in die Schub-lade schielte und andere Behälter öffnete, gewahrte erein Bündel Briefe von der ihm wohlbekannten Hand Ca- imillc DeSmoulinS. Er ergriff er öffnete das Paket; !seine Miene verklärte sich, als er einige Sätze durchlau-fen.Das würde fünfzig GlyndonS zinter die Guillotinebringen!" murmelte er, und schob das Paket in seinenBusen.

O Künstler! O Gehetzter und Verfolgter! O irren-der Genius! Schau die zwei schlimmsten Feinde das ,falsche Ideal, das von keinem Gott weiß, und die falscheLiebe, die.in der Verdorbenheit der Sinne brennt, undkeinen Glanz von der Seele empfängt!