den Aufstand der Menge setzte. Aber Nicot, obwohl nichteigentlich eine Memme, scheute doch selbst zurück vor demSchicksale des Märtyrers; er hatte Verstand genug, umkinzusehcn, daß, wenn auch alle Parteien sich des Mordesfreuen möchten, sie doch wahrscheinlich sich vereinigenwürden, den Meuchelmörder um einen Kopf kürzer zumachen. Er besaß nicht die Tugend , ein Brutus werdenzu wollen. Seine Absicht war, einen Vice-BrutuS zu be-geistern; und mitten unter einer so entzündlichen Bevöl-kerung war dich eine nicht unwahrscheinliche Hoffnung.
Unter den'lautesten und ergrimmtesten Gegnern derBlutherrschaft, — unter denen, welche am gründlichstenin ihren Hoffnungen und Ansichten von der Revolutionenttäuscht und entzaubert, am meisten über ihre Ausschwei- -fungen entsetzt waten, befand sich , wie man sich denkenkann, der Engländer Clarence Glyndon. Der Witz unddie Talente, die unsicher» Tugenden, welche mit einzel-nen lebhaften' Strahlen den Geist Camille DesmoulinS'erleuchtet, hatten Glyndon angezogen und bezaubert, mehrals die Eigenschaften irgend eines andern Revolutions-Helden. Und als dieß glühende Kind des Genius und desJrrthumS, entsetzt (denn Camille DeSmoulins hatte einHerz, das in den Meisten seiner Zeitgenossen todt oder zuschlafen schien.) über die Hinmetzlnng der Girondisten,nvv seine feindseligen Bestrebungen gegen sie bereuend,Robespierre's Schlangentücke durch neue Lehren vonBarmherzigkeit und Duldung zu reizen begann, da er-faßte Glyndon seine Ansichten mit seiner ganzen Kraft