Druckschrift 
5 (1842)
Entstehung
Seite
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wenn sie sich bedenke mit ihm von einem Orte weg zu flie-hen, 'der durch dunkle Gewalten und unheilige Künsteentweiht sich, da versank Viola, immer noch das BildZanonrS umklammernd, in eine thatlose Lethargie, welcheselbst ihre Vernunft lähmte.

Die Stunden verstrichen; die Nacht brach ein; dasHauS war still; und Viola, allmälig erwacht auS derBetäubung und Starrsucht, welche alle ihre Geistes-kräfte gegangen gehalten hatten, warf sich unruhig undverstört auf ihrem Lager herum. Die Stille wurde ihrunerträglich; aber noch unerträglicher der Laut, der alleinsie unterbrach, das Picken der Uhr, welches Augenblickum Augenblick zum Grabe läutete. Die Augenblicke schie-nen am Ende selbst eine Stimm« zu finden, eine Gestaltzu gewinnen. .Sie wähnte sie, blaß und feenhaft ausdem Schooße der Dunkelheit springen zu sehen undehe sie wieder, erlöschend, in diesen Schooß, ihr Grab,zurücksauken, murmelten ihre leisen, dünnen Stimmen!Weib, wir berichten der Ewigkeit Alles, was in der Zeitgethan wird! WaS sollen wir von Dir berichten! o Hüte-rin einer neugeborenen Seele?" Sie merkte, daß ihrePhantasieen sie in eine Art van partiellem Delirium ver-setzt hatten, daß sie sich ist einem Zustand zwischen Schla-fen undWachen befand, als plötzlich Ein Gedanke überalle übrigen herrschend wurde. Das Gemach, welches indiesem und in jedem Hause, das sie bewohnten, selbst aufder griechischen Insel, Zanoni sich vorbehielt für eine Ein- ,samleit, in welche Niemand sich eindrängen durfte, über