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ernsten Geheimnissen die heiligen Schutzmittel für Kind ^und Mutter, und vergißst, daß das Phantom, das Dirgedient, Macht hat über seine Gaben, über das Lebenderer, die es Dir vom Grabe zu retten behülflich war?Weißt Du nicht, daß Furcht und Mißtrauen, einmal indas Herz der Liebe gesäet, aus kleinem Saamen zu einem 'Wald aufschießen, der die Sterne nicht mehr sehen läßt?Dunkelglänzender! die verhaßten Augen glotzen neben der stMutter und dem Kinde! 4
^ Diesen ganzen Tag war Viola hin und her bewegt !svon tausend Gedanken und Schrecknissen, welche zwarstohen, sobald sie sie genauer prüfte, aber nur um desto ^
schwärzer sich wieder einzunisten. Sie erinnerte sich, daß, >!
wie-sie einst Glyndon gesagt hatte, schon ihre Kindheit !heimgesucht ward von seltsamen Ahnungen, sie sey für ^ein außerordentliches Schicksal ausersehen! Sie erinnerte ^sich, daß, wie sie ihm dieß gesagt, an der See sitzend, die !in den Armen der Bucht von Neapel schlummerte, auch i,er von den gleichen Ahnungen aus eigener Erfahrung Igesprochen, und eine räthselhafte Sympathie ihr beider- ! -seitiges Geschick zu verbinden geschienen habe. Besonders !aber erinnerte sie sich, daß', bei Vergleichung ihrer ver- ^worrenen Gedanken, sie sich damals Beide gestanden, idaß beim ersten Erblicken Zanoni's die Ahnung, der In- !stinkt, vernehmlicher als vorher zu ihrem Herzen gespro- >chen und ihnen zugeflüstert habe: „mit ihm sey das Ge- !heimniß des nicht zu errathenden Lebens verflochten." *
* Vrgl. Buch II. Kap. 10. "