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5 (1842)
Place and Date of Creation
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menschliche Thränen! aus seinen Augen wie Regen!Und das Kleine lächelte durch die Thränen, die seine Wan-gen benetzten! Ach, mit welchen glücklichen Thränen be-willkommnen wir den Ankömmling in unserer sorgenvollenWelt! Mit wie schmerzlichen Thränen entlassen wir denScheidenden zurück zu den Engeln! Unselbstsüchtige Freude!aber wie selbstisch ist der Kummer!

Und jetzt vernimmt man in dem schweigenden Ge-mach eine schwache, süße Stimme der jungen MutterStimme!

,,3ch bin hier; ich bin an Deiner Seite!" flüsterteZanoni.

Die Mutter lächelte, und drückte seine Hand, undfragte nicht weiter; sie war zufrieden.

. ^ Viola erholte sich mit einer Schnelligkeit, die denArzt staunen machte, und der junge Ankömmling gedieh,als liebte er schon die Welt, in welche er herabgekom-men. Von dieser Stunde an schien Zanoni in des KindesLeben zu leben;, und in diesem begegneten sich die Seelenvon Vater und Mutter als in einem neuen Bande. Nichtsschöneres als dieß Kind hatte man je gesehen. Es kamden Wärterinnen seltsam vor, daß es nicht mit Wimmernans Tageslicht trat, sondern das Licht anlächelte, wie et-was ihm zuvor schon Vertrautes. Es that nie einen Schreikindischen Unbehagens. In seiner Ruhe selbst schien es aufeine selige Stimme in seinem Herzen zu lauschen; esschien selbst so glücklich. In seinen Augen könnte man