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derungen zurückführt? Generationen und Generationenfind dahingewelkt, seit wir Beide uns zuletzt sahen. Siehe,jetzt schaust Du mich wieder!"
„Aber ich schaue Dich ohne Furcht! Obgleich unterDeinen Blicken Tausende untergegangen find; obgleich da,wohin fie breynen, die schnöden Gifte des menschlichenHerzens emporspringen, und diejenigen, die Du DeinemWillen zu unterwerfen vermagst, Deine Gegenwart in dieTräume des tobenden Wahnsinns hineinglotzt, oder denKerker des verzweifelnden Verbrechens für fie schwärzt,bist Du doch nicht meine Besiegerin, sondern meine Skla-vin !"
„Und wie eine Sklavin will ich Dir dienen! Ge-beut Deiner Sklavin, o schöner Chaldäer! Horch! einWeibergewinsel! horch, das gellende Kreischen DeinerGeliebten! Der Tod ist in Deinem Palast! Adon-Ai er-scheint nicht auf Deinen Ruf. Nur wo keine Wolke derLeidenschaft oder des Fleisches das Auge des heitern undklaren Verstandes verschleiert, können die Söhne desSter-nenstrahls zum Menschen hcrabschwcben. Aber ich kannDir helfen! Horch!" NndZanoni hörte deutlich in seinemHerzen, trotz der weiten Entfernung ihres Zimmers, dieStimme Viola'S, die im Delirium nach ihrem Geliebtenrief.
„Und ich kann Dich nicht retten!" rief der Seher lei-denschaftlich. „Meine Liebe zu Dir hat mich meiner Machtberaubt!"
„Nicht Deiner Macht beraubt, ich kann Dich mit