Druckschrift 
5 (1842)
Entstehung
Seite
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Ein Brief rief ihn nach London zurück auf den Flügelnneuer Furcht und Todesangst; er fand, zurückgekehrt,seine Schwester in einem körperlichen und geistigen Zu-stand, der über seine schlimmsten Besorgnisse noch hin-auSging.

Ihr leerer Blick ihre leblose Haltung entsetztenihn; sie war wie Eine, die den Kopf der Medusa ange-blickt, und ohne einen Kampf allmälig das menschlicheWesen sich zur Bildsäule versteinern gefühlt hatte. Eswar nicht Wahnsinn, es war nicht Blödsinn es war eineGeistesentfremduntz, eine Fühllosigkeit, ein Schlafen imwachen Zustand. Nur als es in der Nacht auf die elfteStunde ging, die Stunde, wo Glyndon seine Erzählunggeschloffen, wurde sie sichtlich unruhig, ängstlich, verstört.Da murmelten ihre Lippen, ihre Hände zuckten; sieschaute sich um mit einem unaussprechlichen, Hülfe, Schutzsuchenden Blick; und plötzlich, wenn die Stunde schlug,sank sie mit einem Schrei, kalt und leblos zu Boden. MitMühe und nur durch die ernstesten Bitten ließ sie sich vonGlyndon bewegen, auf seine angstvollen Fragen zu ant-worten; endlich gestand sie, daß sie zu dieser Stunde, undallein zu dieser Stunde, wo immer sie sich befinde, undmit was immer beschäftigt, deutlich die Erscheinung eineralten Unholdin sehe, die, nachdem sie dreimal an der Thüregepocht, in'S Zimmer trete, auf sie zu humple mit einem,von häßlicher Wuth und Drohung verzerrten Gesicht, undihr die eiskalten Finger auf die Stirne lege; von diesemAugenblick an, sagte sie/verlasse sie die Besinnung; und