21
Lampe so matt? warum sträubt sich Dein Haar? Dort!dort! dort! am Fenster! es starrt nach Dir, das finstere,in einen Mantel gehüllte, ekelhafte Wesen! Dort, mitihrem teuflischen Hohne, mit ihrer häßlichen Tücke, glotzenDich diese scheußlichen Augen an!
Er stand da und starrte hin. Es war keine Täu-schung — es sprach nicht, bewegte sich nicht, bis er,unfähig noch länger diesen durchbohrenden brennendenBlick zu ertragen, sich das Gesicht mit den Händen bedeckte.Mit entsetztem Auffahren, mit einem eisigen Schauer zoger sie wieder weg; er fühlte die größere Nähe des namen-losen Wesens. Da kauerte es auf dem Boden neben seinerZeichnung! und siehe da, die Gestalten schienen aus derWand hervorzutreten! Diese blaffen, anklagcnden Gesich-ter, diese Gestalten, die er selbst geschaffen, schauten ihnfinster an und-plapperten. Mit einer gewaltigen Anstren-gung, welche sein Wesen krampfhaft erschütterte und sei-nen Körper mit dem Schweiß des Todeskampfes übergoß,bemeisterte der junge Mann sein Entsetzen. Er schrittauf das Phantom zu; er ertrug den Blick seiner Augen;er redete es an mit fester Stimme; erfragte, was eswolle, und bot seiner Macht Trotz.
lind dann ertönte seine Stimme, wie der Wind auseinem Beinerhause. Was es sagte, was offenbarte, istdem Mund verwehrt zu wiederholen, der Hand, aufzu-zeichnen. Nur das erhöhte Leben, das noch den Körperdurchglühte, welchem die Einathmungen des ElirirS Stärkeund Lebenskraft verliehen hatten, wie sie der Robusteste