Druckschrift 
7 (1841)
Entstehung
Seite
121
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Und Camilla Spencer Sidney. Die leben nochan dem milden See, glücklich in ihren harmlosen Freudenund ihrer reizenden Muse; fliehend den Ehrgeiz mit seinenPrüfungen, das thätige Handeln mit seinen Wechseln;Niemand beneidend, Nichts begehrend in der geschäf-tigen Welt gleichsam den alten pastoralischen und goldnenFesttag um sich her verbreitend. Wenn Camilla einmal inihrer Anhänglichkeit an Sidney geschwankt hatte, so istihr gutes, einfaches Herz längst durch seine Hingebungwieder gewonnen worden; und wie sich bei ihrer GemüthS-art erwarten ließ, sie liebte ihn inniger nach der Vermäh-lung als vorher.

Philipp hatte härtere Prüfungen durchgemacht alsSidney; aber wäre ihr Schicksal umgekehrt gewesen, undder in der Jugend so hochmüthige und eigenwillige Geistin Behagen und Lurus großgezogen worden: wäre dannwohl Philipp ein besserer und glücklicherer Mensch? Viel-leicht ist auch Philipp jetzt noch zu einem minder ruhigenDaseyn bestimmt, als sein Bruder; aber im Verhältnis!zu den Fügungen unserS Geschicks steht auch unsre Ruheund unser Ringen; wer nie Leiden gekannt, empfindet auchdie Freuden nur halb, das LooS des Edelsten auf der Erdefällt nicht in die Rosengärten deS EpikuräerS. Wir mögenden Mann beneiden, der genießt und ruht; aber das Lächelndes Himmels senkt sich Wohl eher auf den, der arbeitet undstrebt.

Und bedauerte Philipp je die Fügungen, die ihm