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Zwanzigstes Kapitel.
Wec. Ihr seht, was folgt,
Herzog. O, guter Herr! noch einmal die Gestalt!
Die Wechsel fälle.
An diesem Abend kam Sidney Beaufort in Londonan. Es ist das Eigenthümliche der Einsamkeit, daß sie dieLeidenschaften auf der Oberstäche ruhig erscheinen — inder Tiefe ungestüm macht. Sidney hatte sein ganzes Da-seyn auf Einen Gegenstand gesetzt. Als der Brixf ankam,der ihn seine Hoffnung aufgeben hieß, empfand er zuerstmehr die schreckliche, grausenhaste Leerheit — den „ödenAbgrund," wozu plötzlich seine ganze Zukunft verdammtschien, als daß er in heftige, stürmische Aufregung ausge-brochenwäre. Aber Camilla's Briefhatte, wie wir gesehen,seinen Muth gehoben und sein Herz belebt. An den Ge-danken ihrer Treue klammerte er sich mitten in der Ver-zweiflung mit dem Instinkt der Hoffnung an. Die Nach-richt, daß sie wirklich mit einem Andern verlobt sey, undso kurz nach seiner Zurückweisung, entfesselte gänzlich seinefinstereren und stürmischeren Leidenschaften. In einem Ge-mütszustand, der an Wahnsinn grenzte, eilte er nachLondon, sie zu suchen — sie zu sehen; mit welcher Ab-sicht— welcher Hoffnung, wenn noch Hoffnung war —wußte er eigentlich selbst nicht. Aber welcher Mann, derglühend und wahrhaft geliebt hat, verstände sich dazu, denUrtheilsspruch ewiger Trennung aus einem andern Munde