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dem Lesen, — sprach er offen mit ihr, — erzählte ihrkurz seine Geschichte — sein letztes Opfer. Und Fanny,unter Thränen, erfuhr, daß er nicht mehr einer Anderngehöre!
Es wurde schon gesagt, daß dieser Mann, ursprüng-lich schon von rastlosem und ungeduldigem Temperament,wenig gewohnt war, die Hülfsquellen aufzusuchen, dieman in Büchern findet. Aber in diesem Krankenzimmerward es anders — es war Fannys Stimme — die Stimmederjenigen, über deren Geist er einst so hochmüthig geklagthatte, die ihn zur Einsicht brachte, wie viel Hülfe undTrost die große Masse der Menschen aus dem unsterblichenGenius weniger, bevorzugter Geister schöpfen.
Allmälig, Frist für Frist, Augenblick für Augenblick,wie sie so nahe zusammen lebten, und alle andre Gedankenausgeschlossen waren, (und, wie zermalmend auch für denAugenblick der Schlag, welcher Philipp der Gesundheitund der Besinnung beraubte, doch war er nicht ein solcherSklave einer strafbaren Phantasie, daß er hätte absichtlichall den Gefühlen nachhäugen, daß er sie nicht ernstlichhätte fliehen und meiden sollen, die noch mit unheiligerSehnsucht zu der Verlobten seines Bruders sich hinwende-ten —) allmälig, sage ich, und langsam traten jene fort-schreitenden, köstlichen Epochen ein, welche einen Um-schwung in den Gefühlen bezeichnen; — unaussprechlicheDankbarkeit, brüderliche Zärtlichkeit, die vereinte Stärkedes Mitleids und der Ehrfurcht, die er für Fanny empfun-den, schienen, so wieseine Gesundheit zunahm, in noch
Bulwcr'S Romane. XOIV, Z