Druckschrift 
7 (1841)
Entstehung
Seite
100
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des Körpers, uns freilich aus rauhe Art, von de» krank-haften Lctdeu des Herzens befreit, was uns fühlen macht,daß im Leben an sich schon, genossen wie die Gesundenund Kräftigen es genießen, GotteS große Kraft und Se-gen waltet und athmet. So erstehen wir vom Krankenbettsanfter und demüthiger, mehr geneigt, nach solchen Güternuns umzusehe», die nnS noch zu Gebote stehen.

Die Rückkehr Philipps, seine Gefahr, die Noth-wendigkeit ihm thätig beizuspringen, ihn zu Pflegen, hattenFanny aufgerüttelt aus einem Zustand, der sonst leichthätte bleibend gefährlich werde» können für ihren erst sokürzlich gereiften Verstand. Mit welcher Geduld, mit wel-cher Stärke, mit welcher unaussprechlichen Treue undHingebung sie diese beste und heiligste Pflicht des Weibeserfüllte, möge sich derjenige Mann vorstellcn, dessenKampf mit Leben und Tod begnadet war mit jener Wär-terin, die wacht und rettet. Und in all ihrer Angst undBangigkeit hatte sie Augenblicke des Glücks, welche sichselbst zu gestehen, ihr beinahe wie ein Verbrechen erschien ;denn selbst in seinem Delirium schien ihre Stimme einenbeschwichtigenden Einfluß auf ihn zu üben und er warruhiger, wenn sie da war. Und als er endlich wieder dasBewußtscyn erlangte, war ihr Gesicht das erste, das ersah, ihr Name der erste, den sein Mund aussprach. Wieer dann allmälig kräftiger wurde, und das Bett mit demSophavertauschte, hörte er sie lieber noch als früher vor-lesen, was sie mit einem Gefühl that, welches Lehrmeisternicht lehren können. Und einmal, in einer Pause unter