Wünsche, die auf Gold und Macht sich gründen. Wieviele Jahre hatte der Vertraute und Ausgestoßene entrü-stet nach seinem Geburtsrecht geschmachtet! Siehe da!jetzt war es gewonnen — und damit kam das zermalmteHerz und der gebrochene Körper! Als er langsam Besin-nung und Vernunft wieder erlangte, drängten sich ihmdiese Gedanken lebhaft auf. Es war ihm, als wäre er mitRecht dafür gestraft, daß er in seiner früher» Jugend diein seinem Bereich liegenden Freuden verschmäht und geringgeachtet hatte. War seine herrliche Gesundheit Nichts? —Nichts die unüberwindliche Hoffnung? Nichts ein Herz,das, wenn auch gequält und mißhandelt und schwer geprüft,doch frei wenigstens war von den grimmigsten Qualen derLeidenschaften, getäuschter und eifersüchtiger Liebe? Trotzder Gewißheit, falls er leben blieb, künftig reich, mächtig,Herr eines ehrenvollen Namens zu werden, durste ernicht von diesem Krankenbette seine frühere Vergangenheitbeneiden? selbst die Zeit, wo er mit seinem verwaistenBruder durch die einsamen Felder irrte, und empfand, mitwelchen Kräften man begabt ist, wenn man Etwas zuschützen hat, oder wo er, liebend und geliebt, das Lebensich zulächeln sah in dem Auge EugenienS; oder wo er,nach diesem traurigen Verlust, kühn, Brust gegen Brust,mit dem Schicksal in einem fernen Land um Ehre undUnabhängigkeit rang? Es liegt Etwas in ernster Krank-heit, zumal wenn sie in starkem Contrast zu der gewöhn-lichen Kraft des Körpers steht, was oft den heilsamstenEinfluß auf den Geist hat, — was oft, durch die Leidenschaft
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