Druckschrift 
7 (1841)
Entstehung
Seite
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als Philipp fich über das Grab hinbeugte, war in ihmund außer ihm Alles Eis und Nacht!

Wie lang er an diesem Ort blieb, was seine Gefühleund Gebete waren, konnte er sich selbst nachher nicht erin-nern, Lange nach Mitternacht horte Fanny seinen Schrittauf der Treppe, und seine Zimmerthüre mit ungewöhnli-cher Heftigkeit schließen. Auch hörte sie einige Stundennoch einen schweren Tritt auf dem Boden, bis plötzlichAlles still ward. Als am andern Morgen Sarah zur ge-wöhnlichen Stunde eintrat, um die Läden zu öffnen unddas Feuer anzumachen, ward sie erschreckt durch wildeAusrufungen und noch wilderes Gelächter. DaS Fieberwar ins Hirn gestiegen er lag im Delirium.

Einige Wochen schwebte Philipp in drohender Ge-fahr; einen bedeutenden Theil dieser Zeit war er bewußt-los; und als die Gefahr vorüber, war seine Genesung nursehr langsam und allmälig. Es war die einzige Krank-heit, die je seinen kräftigen Körper angegriffen; und dasFieber hatte ihn vielleicht mehr erschöpft, als der Fallgewesen wäre bei Einem, dessen Constitution der Krankheitweniger Widerstand entgegengesetzt hätte. Sein Bruder,der Meinung, er sey ins Ausland gegangen, wußte Nichtsvon seiner Gefahr. Niemand war an seinem Krankenbettethätig, als die gemiethete Wärterin, der bezahlte Arzt, unddas unerkaufbare Herz des einzigen Wesens, dem der Reich-thum und Rang des Erben von Beaufort-Court fürNichts galten. Hier war ihm die letzte Lehre des Schick-sals Vorbehalten: von der Eitelkeit derjenigen menschlichen