Druckschrift 
7 (1841)
Entstehung
Seite
95
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die noch nach Jahren nicht ohne große Bewegung darandenken konnte. Endlich aber ging die Thüre auf, undPhilipp trat herein, Camilla an der Hand führend. SeinAntlitz war ruhig. Und ein Lächeln um seinen Mund;eine größere Würde als die ihm überhaupt eignende warüber sein ganzes Wesen ausgegoffen. Camilla hielt ihrTuch vor die Augen und weinte leidenschaftlich. Mr. Beau-fort folgte ihnen mit mißmuthiger, verstörter Miene.

Sidney," sagte Philipp,es ist vorbei. Alles ist ab-gemacht. Ich weiche Euern früher», und daher bessernAnsprüchen. Mr. Beaufort willigt in Eure Verbindung.Er wird Euch zu einer gelegneren Zeit sagen, daß unserGeburtsrecht endlich aufgeklärt ist, und kein Flecke» aufdem Namen hastet, den wir künftig tragen werden. Sid-ney, umarmt Eure Braut!"

Betäubt, entzückt und noch halb ungläubig, faßteund küßte Sidney Camilla'S Hand; und als er sie dannan seine Brust zog, sagte sie, auf Philipp deutend :

Oh! wenn Ihr mich liebt, wie Ihr sagt, seht inihm den Großmüthigen, Edel»" Neues Schluchzenerstickte ihre Worte, aber als Sidney wieder ihre Handzu fassen suchte, flüsterte fie mit einem rührenden, ächtweiblichen Zartgefühl:Oh! achtet und schont ihn!seht!" und Sidney, seinen Bruder anblickend, sah, wie,obgleich er noch zu lächeln versuchte, seine Lippe bebte,und seine Züge sich zusammenzogen, wie bei Einem, dessenLeib gefoltert wird, und der kämpft, um nicht zu ächzen.

Ich habe mein Gelübde erfüllt! Ich habe Euch