Druckschrift 
7 (1841)
Entstehung
Seite
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welchen Dienst können wir ihnen leisten? was half esjetzt dem Staub drunten oder der unsterblichen Seele dro-ben, daß die Narren und Schurken dieser Welt den Namender Catharinc, deren Leben dahin, deren Ohr taub war,mit mehr oder weniger Achtung nannten? I» der Ver-läumdung liegt ein solches Gift, daß, auch wenn derCharakter und Ruf den Schimpf abschüttelt, doch das Herzunter den Folgen fortkrankt. Man sagt, die Wahrheitkomme früher oder spater an den Tag; aber sie kommtselten, ehe die Seele, von der Qual und Pein zur Verach-tung übergehend, gleichgültig geworden ist gegen das Nr-theil der Menschen. Verläumdet einen Menschen in derJugend schmeichelt demselben im Alter; was lagdazwischen? Wird die Schmeichelei die Qual vergüten,oder die Verhärtung, welche endlich durch die Qual erzeugtwird? Und wenn, wie bei Catharinen (ein wie häufigerFall!) die Wahrheit zu spät kommt; wenn das Grabsich geschlossen hat, wenn das Herz, das Ihr geneigt,nicht mehr gepeinigt werden kann ha! dann ist dieWahrheit so werthlos wie die Inschrift auf einen verges-senen Namen! Eine solche geheime Ueberzeugung von derHohlheit seiner eignen Worte schnitt Philipp, während ervon dem den Todten geleisteten Dienste sprach, ins Herz,und hemmte den Erguß seiner Worte.

Fanny, nur an sein Lob, seinen Dank, und die zärt-liche Rührung seiner Stimme denkend, stand noch schwei-gend da mit niedergeschlagnen Augen, gehobener Brust.

Philipp fuhr fort,