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„Und nun Fanny, meine geehrte Schwester, möchteich Euch meinen Dank sagen für noch mehr als dies, wennes möglich wäre. Ich verdanke Euch nicht blos Namenund Vermögen, sondern auch mein Gluck. In Kraft derRechte, zu denen Ihr mir verholfen, und welche baldöffentlich werden anerkannt werden, bin ich im Stande,um eine Hand zu bitten, nach der lang mich gesehnt — dieHand eines Wesens mir so thener wie Ihr. Mit EinemWort, heute ist die-Zeit festgesetzt worden, wo ich Euchund diesem alten Mann eine Heimath anbieien — wo ichEuch eine Schwester vorstellen kann, die Euch schätzenwird, wie ich; denn ich liebe Euch so innig — ich ver-danke Euch so viel — daß selbst diese Heimath ohne Euchnicht die Hälfte ihres Reizes besäße. Versteht Ihr mich,Fanny? die Schwester, von der ich spreche, wird meineGattin seyn!"
Das arme Mädchen, das diese Rede voll grausamerZärtlichkeit hatte anhören müssen, fiel nicht zu Boden,ward nicht ohnmächtig, zeigte äußerlich keine Gemüths-bewegung, außer durch tödliche Blässe. Sie war wie inStein verwandelt. Selbst der Athem blieb einige Augen-blicke aus, und kam dann mit einem langen, tiefen Seufzerwieder. Sie legte ihre Hand sanft ans seinen Arm undsagte ruhig:
„Ja — ich verstehe. Wrr sahen einmal eine Hochzeit.Ihr werdet heirathen — ich werde die Eurige sehen."
„Das werdet Ihr; und später vielleicht sehe ich dieEurige. Ich habe einen Bruder. Ach! wenn ich ihn