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obgleich noch immer unerläßlich, eine bloße Formalitätvon Seiten des Beklagten seyn solle; und kurz, er gabPhilipp zu verstehen, daß er seine Großmuth anerkenneund nicht abgeneigt sey, sie fich zu Nutze zu machen.
Während dies vor sich ging, wurde Arthur allmäligimmer schwächer. Philipp war beständig bei ihm. DerLeidende faßte eine wunderbare Neigung zu seinem langegefürchteten Verwandten, dem Manne von Stahl undEisen. In Philipp wohnte ein solches Leben, daß esArthur war als läge Ln seiner Anwesenheit schon ein Wi-derstandsmittel gegen den Tod. Und Camilla sah so ihrenVetter Tag für Tag, Stunde für Stunde, in dem Kran-kenzimmer, mit der sanften Zärtlichkeit eines Weibes be-müht, die Schmerzen zu lindern, trübe Launen zu ver-scheuche», die Niedergeschlagenheit aufzuheitern. Philippsprach ihr nie von Liebe; an einem solchen Ort wäre dasunmöglich gewesen. Sie überwand bei ihrer beiderseitigenBetrübniß, die Verlegenheit, die sie früher in seiner Näheempfunden; was auch sonst ihre Gefühle, sie konnte dochnicht umhin, mindestens dankbar zu seyn gegen den freund-lichen Pfleger ihres Bruders. Drei Briefe von CharlesSpencer waren, bei der Beirübuiß, die im Hause herrschte,nur mit ein paar Zeilen beantwortet worden. Jetzt be-nützte ste die Gelegenheit einer augenblicklichen, schein-baren Besserung in Arthurs Befinden, ihm ausführlicherzu schreiben. Sie wollte, wie gewöhnlich, den Brief ihrerMutter bringen, als Mr. Beaufort ihr begegnete und denBrief aus der Hand nahm. Er sah einen Augenblick