Druckschrift 
7 (1841)
Entstehung
Seite
52
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»3ch schreibe an Euch ohneBesorgniß einer Mißdeu-tung ; denn ich schreibe Euch ohne Vorwiffen meiner gan-zen Familie, und ich bin der Einzige, der kein Interessehaben kann an dem bevorstehenden Kampfe zwischen mei-nem Vater und Euch. Ehe das Gesetz entscheidet werde ichin meinem Grabe liegen. Ich schreibe dies auf meinemSterbebette. Philipp, ich schreibe dies ich, der ich aneinem Sterbebette stand, das Euch heiliger ist als meines

ich, der Eurer Mutter letzten Seufzer enipstng. Unddiesen Seufzer begleitete ein Lächeln, welches'blieb, als derSeufzer vorüber war; denn ich versprach, ihre Kinder zubeschützen, ihnen Freund zu sehn. Der Himmel weiß, wieeifrig ich dies feierliche Gelübde zu erfüllen suchte! Selbstschwach und krank, verfolgte ich Euch und Euer» Brudermit keiner andern Absicht, keinem andern Gebet, als Euchumarmen und sagen zu können: Nehmt mich als einenweitern Bruder an! Ich erspare Euch die Demüthigung,denn für Euch ist eS eine, nicht für mich. Euch an daszu erinnern, was bei unsrer letzten Begegnung zwischen unsvorging. Dennoch suchte ich wenigstens Sidney zu retten,

der mir von seiner sterbenden Mutter ganz besondersans Herz gelegt war. Er entging auf räthselhafte Weiseunsrer Nachforschung ; aber wir hatten, nach einem Briefevon unbekannter Hand, Grnnd, ihn gerettet und versorgtzu glauben. Noch einmal begegnete ich Euch in Paris.Ich sah, Ihr wäret arm. Nach Eurem Begleiter urthei-lend, konnte ich mit Recht glauben, Ihr sehet entartetund gesunken.. Eingedenk Eurer Erklärung, nie von einem