Druckschrift 
3 (1840)
Entstehung
Seite
103
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stanze gewahrt?, daß eine seltsame Verlegenheit, deren»rsaclic sie nicht errathen könnte, ihn gefesselt hielt, unddaß sein Benehmen durch irgend einen geheimen Beweg-grund geregelt ward, der nicht ans Umständen sich erzeugthatte, die zwischen ihr und ihn, vbgcwaltet hatten: dennersichtlich war cs, daß er wegen ihres früheren AbweiscnSkeinen Groll gegen sie hegte: vielmehr hatte er durchBlicke und Werte verrathen, daß er mehr that als ihrverzeihen.

Ladn Ehariorte Deerham hatte von Saville Beiderfrühere Neigung zu einander vernommen. Sie war eineWeltdame, und hielt cs für gewölmliche Delieatcsse, Bei-de» jegliche Gelegenheit zu bieten, jene Neigung wiedcr-herznstcllcn. Sic zog sich demnach jedeSmal von Gonstan-zen zurück, sobald dieser sich Godolphin näherte, so daßdie Liebenden sich oft allein miteinander sehen konnten.Um diese xlippe war jedoch Godolphin bisher glücklichhernmgcschifft. Eines TagcS aber that das Schicksal esder Behutsamkeit zuvor, und cS erfolgte eine Unterredung,durch welche Constanze sehr betroffen gemacht und Godol-phin auf schlimmes Glatteis geführt ward.

Beide besuchten das Capitot, von dessen Höhe ansman vielleicht den großartigsten Schauplatz der Welt über-blickt. Es war ein Anblick, der vorznsgweisc sich dazueignete, ans das ehrgeizige und rastlose Gcmüth der jun-gen Gräfin lebhaft zu wirken.

„Glauben Sie," sagte sie zu dem neben ihr stehendenGodolphin, „es lebe irgend ein Mensch, der diese zahl-