Druckschrift 
3 (1840)
Entstehung
Seite
99
Einzelbild herunterladen
 

99

einem südlichen Klima mit dem zu vergleichen, das wir inkälteren Ländern führe». Es führt eine Indolenz, einSichgeheulasscn, eine philosophische Sorglosigkeit mit such,die dadurch erzeugt wird, daß wir unter milderer Sonneund abgesondert von dem Ehrgeize und den Zwecken unsererLandsleute leben; wodurch wir mindestens in eine Gc-müthslagc versetzt werden, die uns für immer von derHcimath scheidet, Es ist als umtönte uns eine fortwäh-rende Musik — als umringte uns eine andere Lebendigkeit— als wiegten wir uns in einem sanften, trägen, wollü-stig romantischen Gefühle, das uns abgeneigt macht thätigzu scyn, ja, nur uns zu regen. Nicht genug, daß eiu Auf-enthalt in Italien dem Wachsthum unseres Ehrgeizesunfreundlich ist, er erstickt sogar beinahe den Keim desselben,"„In der Tyat, er läßt uns zu nichts Anderem alszur Liebe tüchtig seyn," sagte Savillc, „welches denn eineBeschäftigung ist, die uns den Albernsten unserer Gattungglcichstellt,"

„Alberne können nicht lieben," siel Lady Charlotteein,

„Ilm Verzeihung, Liebe und Albernheit sind Syno-nyma in mehr als Einer Sprache," cntgcgnete Saville,„In der That," bemerkte Godolpbin, „die Liebe,auf welche Sie Beide anspielen, ist nicht Streitens Werth."„lind welche Liebe wäre das?" fragte Saville,

„Erste Liebe," rief Lady Charlotte: „nicht wahr,Mr, Godolphin?"

Gvdvlphin wechselte die Farbe, und sein Blick be-