Druckschrift 
3 (1840)
Entstehung
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Heftigkeit und Sturm, jedoch ohne dich würde das Lebenerstarren: freilich jagst du deinen Chimären nach, alleinselbst diese Chimären haben Halbgötter zu ihrer Nach-kommenschaft !

In GodolphinS Leben bestand das große und vorherr-schende Mißgeschick darin, daß er sich frühzeitig cingeredcthatte, über Mühewaltung erhaben zu seyn. Sv nagten'seine Talente nur an ihm selber: und statt einen kräf-tigen und »nternchmcnden Schauspieler ans der Bühneder Welt abzngcbcn, war er wechselsweisc bald gemäch-licher Sinnlichkeitsmensch, bald vereinsamter Träumer.Er betrachtete daö Gewühl der großen Babel nicht wie einMann gesunden Gemüthes cs soll: und so leiten wir ausSchwächen eine heilsame Lehre her. Diejenige Lehre istnicht die schlimmere, welche sich den abgedroschenen Mo-ralbegriffen derer entgcgenstcllt, die ihr Motiv von derThätigkeir hcrleiten wägten, Männer von Genie, dienicht auch Männer von Ehrgeiz sind, müssen entwederHumoristen, oder Phantasten, oder Hypochondristcn sehn.

An einem der Binncngcwäffcr Italiens hatte Gvdol-pbin und Lneilla Wohnung genommen, und hier wähnteder junge Idealist sich eine Zeitlang glücklich. Noch nieso sehr als jetzt von der Natur wie von Städten einge-nommen, gab er sich dem Zauber des ihn umgebenden Pa-radieses hin. Er brachte die langen sonnigen Vor-mittage am Ufer des Sce's oder unter den schattendenBänme» hin, von denen derselbe umringt ward. Die Sve-nen. die er in der Welt erlebt hatte, gaben ihm Stoff zn