man um irgend eines Objektes willen. Durch die Modewird eine Anregung gegeben. Dean kämpft, um demTone der Höheren nachzuahmen. Freilich ist dies ein Ehr-geiz um des Kleinlichen willen; dennoch ist es ein Ehrgeiz.Er reizt, regt auf, erhält also die Leute in Thätigkeit. DieGroßen sind die wahrhaftigen Opfer der Langenweile. Jesicherer sie ihres Ranges sind, je zuverläßiger ihre Stellungist, desto mehr erstarrt ihr Leben zn Fadheit.
Constanze befand sich ans dem Gipfel ihrer Wünsche.Gleich ihr ward keine verehrt und geschmeichelt. Nachund nach hatte sic einzeln alle diejenigen gedemürhigt undin den Staub geworfen, von denen sich, vor ihrer Ver-mählung, ihr Stolz hatte verletzt fühlen müssen, oderdie. nachdem sic sich verheirathct hatte, sich ihren An-sprüchen widcrsetzten. Ein Blick von ihr war ein Triumphworden, und ein Lächeln erhob den, der es empsing, zueinem Range. Allein diese Herrschaft war Constanzeneine Last. Zu großen Geistes, nm sich mit kleinlichen Ver-gnügungen und unwesentlichen Auszeichnungen zu begnü-gen, fühlte sie, daß das Elwas des Lebens ihr mangelte.Mit Kindern war sie nicht gesegnet — wenn man es sonennen will, — und besaß in ihrem Gemahl keinen Le-bensgefährten. Es mogtc Stunden geben, in denen sieihre Wahl bereuctc, so glänzend diese sich auch herausge-stellt hatte! dennoch klagte Constanze nicht über Kummer,sondern über Eintönigkeit.
Politische Jnlrigue vermogte nicht die Leere zu füllen,über die die junge Gräfin Erpingham sich täglich be-