Druckschrift 
3 (1840)
Entstehung
Seite
45
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Abreise erspäht, und zehn Minuten später fuhr der Vet-turine die bebend Entzückte nach. Die Italiener sind vonNatur gutherzig, und sind es vollends, wenn inan siebezahlt, gebe» sich auch höflich gegen Frauenzimmer, zu-mal wenn sie bei diesen den Einfluß der'boUe pannion'muthmaßen. Des Vettnrinos Vorsicht griff der llner-sahrenheit des Mädchens unter die Arme, Lucilla warvon ihrem Führer gcnöthigt worden, sich mit einem Paffezu versehe»; alle sonstigen Schwierigkeiten versprach erausschließlich ans sich zu nehme».

So befand sich das Mädchen denn unter dem näm-lichen Dache mit ihm, für den sie ein Opfer gebracht hatte,das sie selber nicht kannte; den sie jedoch trotz Allem, wo-durch ihr späteres Geschick sich umwölkte, bis zum letztenAugenblicke mit einer Liebe liebte, die, eben so rücksichts-los als gewaltig, weit über die Liebe des Weibes hinaus-reichte, und dem Herkommen der Zeit trotzte.

An den blauen Wassern, die sich mit dumpser, fern-hinhallender Stimme an den Felsen jenes lieblichen llfersbrechen, über welchem der hinter Terraeina sich erhebendeBerg die Düste der Citrouen und Orangen in die Lüftestreuet — an jenem wogenden und denkwürdigen See, aufden die Sterne, gleichwie die Hoffnungen einer lichterenWelt auf das Düster und auf die Ruhelosigkeit des Lebens,ihr feierliches, aber zartes Licht herabflimmerteu, standen