Druckschrift 
3 (1840)
Entstehung
Seite
11
Einzelbild herunterladen
 

1l

mich wohl. Haben diese Nerven nicht Empfänglichkeitund Sympathie — nicht blos für menschliches Leiden,sondern anch mit den Kräften desjenigen, was fälschlichdie nnbeseelte Natur genannt wird?- Haben nicht dieWinde, das Wetter und die Jahreszeiten ersichtlichen Ein-fluß ans sie? Und wenn der Eine Theil der Statur mitihnen in Verbindung steht, warum nicht auch der andereTheil? Stehen Wetter und Jahreszeiten mit den Nervenin sympathetischem Vereine, warum nicht auch der Mondund die Sterne, durch welche das Wetter und die Jahres-zeiten Einflüsse und Veränderungen erleiden? Nicht ge-nug, daß Ihr Schulmänner mir zugebt, die Sympathieerzeugen etliche unserer Handlungen l ich sage, sie regiertdie ganze Welt — die gcsammte Schöpfung! Ehe nochdas Kind geboren wird, vermag diese geheime Verwandt-schaft es mit den Zeugen von dem Schrecken oder demVerlangen seiner Mutter sichtbarlich zu bezeichnen,"

„Dennoch werden Sie," versetzte Godolphin, „inIhrem Eifer für die Sympathie, nicht die Sache jenesEdricins Mohynnus verfechten wollen, der Wunden nichtdurch ein auf dieselben gelegtes Pulver, sondern dadurchheilte, daß er dieses Pulver in das Linnen rieb, das indas Blut solcher Wunde getaucht worden war,"

„Nein," antwortete Volkman, „denn solche Quack-salber und Marktschreier haben durch Lobpreise» falscherDednetionen alle Wissenschaft verderbt. Allein ich glaubevon der Sympathie, daß sic die Macht besitzt, uns außerunseren Körper zu versetze» und uns Abwesenden znznge-

2 "