Druckschrift 
1 (1840)
Entstehung
Seite
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hatte Percy Muße, die Personen in Augenschein zu neh-men, deren Genoß er geworden war.

Zuerst war ein alter drei und sechszigjahriger Herr-in einer Stntzperücke und rwn gedrungenem Körperbauda, der noch frisch weg die Liebhaber spielte, und eineneben so guten sinnenden „Romeo," als geschäftigen „Ra-pid" abgab. Er sprach nicht mehr ganz wohlklingend ansder Bühne, weil ihm alle Vorderzähne fehlten, weshalber denn auch gern diejenigen Rollen von sich abwies, indenen der Darsteller viel zu lachen hat.

Dann war ein kleines, etwa vierzehnjähriges Mäd-chen da , welches Engel, Feen und nebenbei trefflich alteWeiber spielte. Drittens sah Godolphin einen cavalier-mäßigen Gesellen von stattlichein Nenßcren, mit einerSteittvrstimme, der die Rolle der Tyrannen dnrchführte,und ein gar grimmiger „Macbeth" war. Viertens kamdie Frau dieses Grimmigen, ein hübsches, vielplappcrn-des, stark geschminktes Weibchen, die als Vertraute oderZvfe — als die „Emilia" der „Dcsdemvna" glänzte.Das fünfte Mitglied endlich war Percy's neue Jnamo-rata, ein Mädchen von etwa cinnndzwanzig Jahren, miteinem Stumpfnäschen, schönem, kastanienbraunen, stetsetwas verwirrten Haar, hübschen Zähnen und einemniedlichen Grübchen, ungeschminkt; ein Persönchen, dasNeigung zeigte, späterhin jene Rundung der Formen an-,zunchmen, die mehr dem Sinnlichen als dem Romanti-schen zusagt. Dieses Mädchen, das Fanny Millinger hieß,gab sich so offenherzig, so frohgelaunt und lebhaft, daß