77
wo der Seraph die Freude erheben wird. Schwarz wie Eben-holz ist die eine Schwinge, weiß wieder Schnee leuchtetdie andere — trauervoll wie dein Verstand, wenn er in dieTiefe hinabsteigt — freudvoll wie dein Glaube, wenn ersich zum Morgenstern erhebt.
Auf dem Kirchhof von Laughton steht ein Grab abge-sondert von den übrigen. Es erhebt sich zwischen der Kircheund dem Eibenbaum; und innerhalb des schmalen Gitterspflegt eine sorgliche Hand niedrige Sträuche und einigeBlumen. Dorthin kommt einmal des Jahres, seit Hele-nenS Tod, ein Pilger aus der Riesenstadt; dort ruhet derstrenge Mann von seiner Arbeit; dort vergißt der Ehrgeizseine Träume; dort kehrt wie an einem Erzsabbath einstrebendes und ernstes Genrüth zu seiner Kindheit zurückund verkehrt durch den Tod mit Gott; und dorthin, nichtalljährlich, aber oft (o, wie oft!) und auch nicht seltener,weil die Zeit verläuft und die Sorgen des Lebens sich dichterum ihn drängen, kommt der sanftere und liebendere Leid-tragende. Bei diesen zwei Naturen, so entgegengesetzt unddoch so verbunden durch Liebe und Trauer um die Dahin-geschiedene, wirkt die Erinnerung an Helene immer nochfort — stärker und dauernder vielleicht, als die lebende He-lene auf sie hätte einwirken können.
John Ardworth hatte auf seiner Laufbahn nicht stillge-standen und die schonen Versprechungen seiner Jugend nichtunerfüllt gelassen. Obgleich theils durch eigene Anstren-gungen , theils durch seine zweite Heirath mit der Tochterdes französischen Kaufmanns, (durch dessen Vermittlung er
. - .ES- . ... Tj-ÄSKÄ