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Epilog de» zweiten Lheils.
Mensch, verweile auf dem Gipfel des Hügels in demSchweigen der Abendstunde — und blicke, nicht mit freu-digem, aber mit zufriedenem Auge auf die schöne Welk ringsum dich ! Sieh, wie die Nebel, zart und duftig, sich überdie grünen Wiesen erheben, durch welche der Bach sich stillseinen Weg sucht! Sieh', wie breit und'tief sich die Welledem vollen Glanze der sinkenden Sonne darbietet — unddie Weide, die im Lüftchen erzittert, und die Eiche, dieim Sturme nicht wankt, friedlich beide, von der klarenFläche deS Wassers zurückgespiegelt werden! Sieh, wieumrahmt von dem Golde der Erndten ausdem Hintergründevon blühenden Hainen sich die Dächer der Stadt unter derruhigen Glut des Himmels erheben! Kein Ton aus allendiesen Wohnungen trifft mit einem Mißklang dein Ohr —nur von dem Kirchthurm, der sich über die andern erhebt,schwebt vielleicht kaum hörbar in dem allgemeinen Schwei-gen die Stimme der heiligen Glocke herüber. Niedrig überden Matten fliegt die Schwalbe dahin — auf der Wellezeigt der silberne Kreis, in Schaum sich auflösend, daSSpiel der Fische. Sieh die Erde, wie heiter ruhig, obgleichüberall Thätigkeit und Leben verkündend! Sieh die Him-mel , wie mild lächelnd, obgleich dunkle Wolken über jenemBerg ihr Gold in den Purpur des Abendhimmels mischen!Schaue zufrieden um dich, denn das Gute ist ringsum —nicht freudvoll, denn das Böse ist der Schatten des Guten!Laß deine Seele den Schleier der Sinne durchbrechen und