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7 (1847)
Entstehung
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den Blick sich tiefer senken, als auf die Oberfläche, welchedein Auge erfreut. Unter dem ruhigen Spiegel diesesFlusses schießt der Hecht auf seinen Raub; der Kreis aufder Welle, das leise Geplätscher im Rohr, sind nur Verkün-der des Vernichters und des Opfers. I» der Ephenhülleder Eiche am Ufer sehnt sich die Eule mit Gier nach derNacht, die ihren Klauen lebendige Nahrung für ihre Jun-gen geben soll; und daS Zwerglein der Weide erzittert vonden Flügeln des RothkehlchenS, dessen Helles Auge den-Wurm auf dem Rasen erblickt. Und kannst du, Mensch,' alle Sorgen, alle Sünden zählen, welche diese jchweigendenDächer verbergen? Mit jeder Windung jener Rauchwolkesteigt ein menschlicher Gedanke so dunkel empor, schwindeteine menschliche Hoffnung so schnell dahin. Und die Glockevom Kirchthurm, welche deinem Ohre nur Musik tönt,läutet vielleicht dem Todten zu Grabe. Die Schwalbe ver-folgt nur den Schmetterling, und die Wolke, die die Prachtdes Himmels mit einer dunkeln Farbe durchzieht, und dieduftigen Schatten aufdie Erde wirst, nähret bloS den Sturm,der den Hain zerstört, und das Ungewitter, welches dieErndte verwüstet. Nicht mit Furcht, nicht mit Zweifel, oSterblicher, erkenne auf Erden das Dasepn des Bösen.Zähme dein Herz mit demüthiger Ehrfurcht, daß sein Spie-gel den Schatten so getreu wiedergebe, wie das Licht. Ver-gebens suchst du in der Landschaft die hohe Lehre, welchesie verkündet, wenn deine Seele der müßigen Sinuenlustkeinen Zaum anlegt. Zwei Schwingen nur erheben dich zumGipfel der Wahrheit, wo der Cherub den Schmerz trösten,