Druckschrift 
7 (1847)
Entstehung
Seite
54
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mit Gedankenschnelle erkannte fie die Gefahr, in der siesich befand. Ehe er nur eine Ahnnng davon hatte, standsie an seiner Seite ihre Hand auf der seinen ihreStimme in seinem Ohr.

Thue keine» Schritt wage keinen Laut oder Dubist"

Beck ließ sie nicht auSrcden; mit einer Gewalt, die mehrder Furcht als dem Muthe entsprang, schlug er sie zu Bo-den , aber fie ließ nicht von ihm und wenn auch für denAugenblick durch die Stärke des Schlags der Sprache be-raubt, so gewann doch der Ausdruck ihrer Züge eine unbe-schreibliche Wildheit und Grausamkeit. Er versuchte mitaller Kraft fie abzuschütteln, als es ihm aber gelang, be-rührte sie mit der anderen Hand leise den Arm', der sie ge-schlagen, und er fühlte einen scharfen Schmerz, als ob sieihre Nägel in sein Fleisch gegraben. DaS reizte ihn zuneuer Wuth; er entrang sich ihrem Griffe, zugleich aberzuckte um ihre Lippen ein höhnisch triumphirendeS Lächeln,und Beck, der sie von der Schwelle, vor der sie lag, zurück-stieß, öffnete die Thür, eilte hinaus und entsprang. Seineinzig Streben ging nun dahin, das Haus des PclopSdieser menschlichen Teufel, die selbst den Mord in das eigeneLager tragen, zu fliehen, um seinen Herr» zu suchen undihn zu warnen und zu schützen das war der einzige Ge-danke , der ihm das wirre. entsetzte Hirn durchzuckte.

Vier oder fünf Minuten mochten es gewesen sehn, dieLucretia halb betäubt halb bewußtlos auf der Diele lag,denn nicht allein der heftige Schlag, wie die Anstrengung