Druckschrift 
7 (1847)
Entstehung
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Ehre selbst cingeprägt worden und der in der Verehrungder Unbescholtenheit und einem strengen Abscheu vor jedemFlecken auf scinem Wappenschild bestand, dieser Stolz würdeihm ohne Zweifel gesagt haben, daß er sich, ohne seinenNamen zu schänden, zwar mit der Niedriggebornen undArmen, nie aber mit dem Kinde der Nnehre vermählendürfte. Jetzt aber wurden alle diese Rücksichten, welche fürdie nicht verliebte Vernunft so stark sind, durch die jugend-liche Kraft einer Liebe verscheucht, welche selbst jene Schmachzu einem günstigen Argument machte. Rein und unbeflecktstrahlte daS sternengleiche Antlitz HelenenS um so heiligeraus dem umgebenden Gewölk. Ein unaussprechliches undchevalcreSkeS Mitleid mischte sich mit seiner Liebe undstärkte seine Treue. Sie, das arme Kind, sollte für dieThaten Andrer leiden! nein. Was war seine eigne Machtals Mann und seine Würde als Edelmann Werth, wen» siein ihren Schutz nicht Diejenige nehmen konnte, die solchesSchutzes nun doppelt bedürftig war! So war er, bei allervielfachen Aufregung, doch fest und entschlossen mindestensin einem Punkte, und begann bereits die Hoffnung seinersanguinischen Natur wieder zu kräftigen, indem er sich aufseiner Mutter Liebe, auf das Versprechen, welches ihreEröffnungen und Warnungen milderte und auf seim Ueber-zeugung verließ, daß man Helenen nur zu sehen brauche,um jede Bedenklichkeit zu verlieren. So wanderte er nachdem Hause zurück, und begegnete, als er plötzlich die Terrassebetrat, Varney, der mit einem offenen Briefe in der Hand