260
„Aber so lange ich in Paris bleibe und kein Um-stand mich zwingt, wcgzugchcn, ist mir das Geld, vondem Sic so eben sprachen, zugesichert."
„Oh, sicherlich."
„Durch meinen Vater?" fragte Andrea mit einergewissen Unruhe.
„Ja, aber garantirt durch Lord Wilmorc, der Ihne»auf die Bitte Ihres Vaters einen Credit von fünftausendFranken monatlich bei Herrn Danglars, einem der sicher-sten Banquicrs von Paris, eröffnet hat "
„Und mein V-tcr gedenkt lange in Paris zu blei-ben?" fragte Andrea mit derselben Unruhe.
„Nur einige Tage/' antwortete Monte Christo.„Sein Dienst erlaubt ihm nicht länger als zwei bis dreiWochen abwesend zu sein."
,.OH der liebe Vater!" rief Andrea, sichtbar ent-zückt ü er diese schnelle Abreise.
„Auch will ich," verfehle Monte Christo, der sichstellte, als täuschte er sich in dem Ausdrucke dieser Worte,„auch will ich die Stunde Ihrer Wiedervereinigung nichteinen Augenblick, mebr verzögern. Sind Sic vorbereitet,den würdigen Herrn Eavalcanti zu umarmen?"
„Sie zweifeln hoffentlich nicht daran?"
„Nun, so treten Sie In diesen Salon, mein jungerFreund, und Sie werden Ihren Vater finden, der Sieerwartet."
Andrea machte eine tiefe Verbeugung vor demGrafen und trat in den Salon.
Der Graf folgte ihm mit den Augen und drückte,sobald er ihn verschwinden sah, an einer Feder, welchemit einem Gemälde in Verbindung stand, das, sich ausdem Rahmen schiebend, durch einen geschickt angebrachtenZwischenraum, den Blick in den Salon dringen ließ.
Andrea machte die Thürc hinter sich zn und nähertesich dem Major, welcher sich erhob, sobald er das Ge-räusch seiner Tritte hörte.
„Ah! mein Herr und lieber Vater," sagte Andrea