Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
95
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von Seilen der jungen Frau, mit sanftem Ernste vonSeiten des Grafen in jener klangvollen Sprache auS-getanscht, welche der alte Homer seinen Göttern in denMund gelegt hat.

Dann wurde die junge Frau, welche niemand An-deres war, als die junge Griechin, die gewöhnliche Ge-fährtin von Monte Christo in Italien, Ali mit rosen-farbigen Wachskerzen voran, in ihre Wohnung geleitet,wonach sich der Graf in den für ihn vorbehaltenen Pa-villon zurückzog.

Eine halbe Stunde nach Mitternacht Ware» alleLichter im Hotel ausgclöscht, und man konnte glauben,cS schliefe Jedermann.

Sechstes Kapitel.

Der unbegrnnzte Lrrdit.

Am andern Tage, gegen zwei Uhr Nachmittags,hielt eine mit zwei prächtigen englischen Pferden be-spannte Caleche vor der Thüre von Monte Christo;ein Mann in einem blauen Frack mit seidenen Knö-pfen von derselben Farbe, mit einer Weißen Weste,worauf eine ungeheure goldene Kette prangte; und mithaselnußfarbigen Beinkleidern, dabei mit so schwarzen undso tief auf die Augenbrauen herabfallendcn Haaren, daßman im Zweifel stehen konnte, ob man sie für natürlichhalten sollte, denn sie harmonirten gar zu wenig mitdenen der unteren Nunzeln, welche sic nicht zu bedeckenvermochten; kurz ein Mann von fünfzig bis fünf und