37
Drittes Kapitel.
Das Haus in Auteuil.
Monte Christo war es nicht entgangen, daß Bcr-tnccio, die Freitreppe hinabsteigend, sich nach Art derCvrscn, das heißt die Lust mit dem Daumen durch-schneidend, bekreuzt und sich in den Wagen setzend einkurzes Gebet gemurmelt hatte. Jeder Andere, als einneugieriger Mensch, hätte Mitleid mit dem Widerwillendes würdigen Intendanten gegen die von dem Grafenbeabsichtigte Spazierfahrt extra inuros gehabt; dieseraber war, wie es schic», zu neugierig, um Bertucciovon der kleinen Neisc freizusprcchen. In zwanzig Mi-nuten war man in Antcuil. Die tinrnhe dcö Intendantenhatte immer mehr zugenommen. Als man in das Dorfhineinfuhr, betrachtete Bertuccio, in die Ecke des Wagensgedrückt, mit einer sieberhasten Aufregung jedes Haus,vor dem man vorüberkam.
„Sie lassen in der Nnc de la Fontaine No. 28 hal-ten," sagte der Graf, seinen Blick unbarmherzig auf denIntendanten heftend, dem er diesen Befehl gab.
Der Schweiß trat Bertuccio auf das Gesicht, unddennoch gehorchte er und rief, sich auö dem Wagen nei-gend, dem Kutscher; „Nue de la Fontaine, No. 28," z„.
Dieses Numero 28 lag am Ende des Dorfes. Wäh-rend der Fahrt war es Nacht geworden, oder es verliehvielmehr eine völlig mit Elcctricität beladene Wolke derfrühzeitigen Finsterniß den Anschein und die Feierlichkeiteiner dramatischen Episode. Der Wagen hielt an, derLackci stürzte an den Schlag und öffnete.
„Nun!" sagte der Graf, „Sie steigen nicht aus,Herr Bertuccio, Sie bleiben also im Wagen? Aberworan des Teufels denken Sie denn diesen Abend?"
Bertuccio sprang aus dem Wagen und bot seine