Herr von Villcfort aber zog, wie Heloise gesagt hatte,eine» schwarzen Frack nnd gelbe Handschuhe an, wählteseine beste Livrüe und stieg in seinen Wagen, der noch andemselben Abend vor der Thiirc des Hauses Nro. 30 inden ChampS-ElysöeS anhiclt.
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Achtes Kapitel.
Ideologie.
Hätte der Graf von Monte Christo seit langer Zeitin der Pariser Welt gelebt, so würde er den Schritt vonHerrn von Mllefort seinem ganzen Werthc nach zu schätzen
> gewußt haben.
Wohlgclittcn bei Hofe, ob der regierende König- der älteren oder der jüngeren Linie angehörte, ob der
erste Minister doktrinär, liberal oder konservativ war,überall wegen seiner Gewandtheit gerühmt, wie manüberhaupt diejenigen Leute gewandt nennt, welche nieeine politische Niederlage erlitten habe»; von Vielen ge-haßt, aber von Einigen warm beschützt, ohne jedoch vonirgend Jemand wirklich geliebt zu sein, nahm Herr vonMllefort eine von den hohe» Stellungen des Beamtcn-standeö ein nnd erhielt sich auf dieser Höhe wie ein, Harlap oder Mols. Durch eine junge Frau und durch
eine kaum achtzehn Jahre alte Tochter ans erster Ehewiedervcrjüngt, war sein Salon nichtsdestoweniger ei-j ncr von jenen strengen Salons in Paris, in denen
man de» CnltnS der Uebcrliefcrnngen und die Religion^ der Etignette bewahrt. Kalte Höflichkeit nnd unum-
> Der Graf v. Monte Christo. Hl. 9