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„Wic dies?"
„Ah bei Gott! das ist sehr leicht. Ich würde ihreine Lcction geben."
„Eine Lection?"
„Ja; Ihre Stellung als Sccretär des Ministersverleiht Ihnen großes Ansehen in Beziehung auf Neuig-keiten; Sic dürfen nur den Mund öffnen und die Wcch-selagentcn stcnographiren so schnell als möglich IhreWorte; lassen Sie die Baronin hundert tausend FrankenSchlag auf Schlag verlieren, und sie wird klug werden."
„Ich begreife nicht," stammelte Lncicn.
„Es ist doch ganz klar," crwiedcrte der junge Mannmit einer Naivetät, welche durchaus nichts Geheuchelteshatte; „melden Sie ihr an einem schönen Morgen irgendetwas Unerhörtes, eine telegraphische Nachricht, die nurSie allein wissen können, zum Beispiel, Heinrich IV. seigestern bei Gabriellc gesehen worden; das inacht dieFonds steigen, sie richtet ihren Börsenschlag darnach ei»und verliert sicherlich, wenn Bcauchamp den andern Tagin seine Zeitung schreibt:
„Mit Unrecht behaupten wohlunterrichtete Leute,König Heinrich IV. sei gestern bei Gabriellc gesehen wor-den; diese Sache ist völlig unrichtig; König Heinrich IV.hat den Pont-Neuf nicht verlassen."
Lncicn spitzte den Mund zu einem Lächeln. Obgleichscheinbar gleichgültig , hatte Monte Christo doch kein Wortvon dieser Unterredung verloren, und sein durchdringendesAuge hatte sogar ein Gcheimniß in der Verlegenheit desSecrctärs zu entdecken geglaubt.
Es war Folge von dieser Verlegenheit, von derAlbert nicht das Geringste wahrnahm, daß Lncicn seinenBesuch abkürzte; er fühlte sich offenbar unbehaglich.Der Graf sagte ihm, während er ihn bis zur Thüre ge-leitete, ein paar Worte mit leiser Stimme, worauf ererwiederte:
„Sehr gern, mein Herr Graf; ich nehme es an."