Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
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Morccrf lächelte, und erwiderte:

Wir sprechen später hievon. Doch was sagen Siezu der Musik?"

Zu welcher Musik?"

Zn der, welche Sie so eben gehört haben."

Ich sage, daß cs eine hübsche Musik ist, für eineMusik componirt von einem menschlichen Componistcn, undgesungen von Vögel» mit zwei Beinen und ohne Federn,wie der alte Diogenes sagt."

Nh! mein lieber Herr Graf, man sollte glauben,Sie könnten nach Ihrem Belieben die sieben Chöre desParadieses hören."

Ks ist ein wcnig so. Wenn ich wunderbare Musikhören will, Vicomte, Musik, wie sic nie ein sterblichesOhr vernommen hat, so schlafe ich."

Ah! da sind Sie vortrefflich hier; schlafen Sie,mein lieber Graf, schlafen Sic, die Oper ist zu nichtsAnderem erfunden worden."

In der That, nein i Ihr Orchester macht zu vielLärmen. Zu dem Schlafe, von dem ich spreche, bedarfich der Ruhe und des Stillschweigens, und dann aucheiner gewissen Vorbereitung . . ."

Ah! der berühmte Haschisch?"

Ganz richtig, Vicomte, wenn Sie Musik höre»wollen, speisen Sie bei mir zu Nacht."

Ich habe bereits gehört, als ich bei Ihnen früh-stückte," sagte Morccrf.

In Nom?"

Ja."

Das war die Guzla von Hayde. Ja, die armeVerbannte belustigt sich zuweilen damit, daß sie mirMelodien ihres Landes spielt."

Morccrf verweilte nicht länger bei diesem Gegen-stände; der Graf schwieg ebenfalls.

In diesem Augenblick ertönte daö Glöckchen.

Sie werden mich entschuldigen," sprach der Graf,nach seiner Loge zurückkehrcnd.