ri6
„Befehlen Sie, Madame."
„Sie sollten Ihrem Grafen von Monte Christo einenBesuch machen und ihn zu uns bringen."
„Warum dies?" fragte Eugenie.
„Damit wir mit ihm sprechen könnten; bist D» nichtbegierig, ihn zu sehen?"
„Nicht im Geringsten."
„Seltsames Kind ! " murmelte die Baronin."
„Oh I er wird wohl von selbst kommen," sagteMorccrf. „Er hat Sie gesehen, Madame, und grüßtSie so eben."
Die Baronin gab dem Grafen seinen Gruß in Be-gleitung eines reizenden Lächelns zurück.
„Wohl, ich opfere mich," sagte Morecrf; „ich ver-lasse Sie und will sehen, ob cS -nicht möglich ist, mitihm zu sprechen."
„Das ist ganz einfach, gehen Sie in seine Loge."
„Ich bin nicht vorgestellt."
„Wem?"
„Der schönen Griechin."
„Es ist eine Sklavin, sagen Sic."
„Doch Sic behaupten, cS sei eine Prinzesstn . . .Nein. . ! ich hoffe, wenn er mich hinauSgchen sieht,wird er auch hinauSgeheu."
„Es ist möglich. Gehe» Sie."
„Ich gehe."
Moreerf verbeugte sich und ging hinaus; in demAugenblick, wo er an der Loge des Grafen vorübcrkam,öffnete sich wirklich die Thüre; der Graf sagte einige ara-bische Worte zu Ali, der in der Flur stand, und nahmMorccrf beim Arme.
Ali schloß die Thüre wieder und stellte sich vor die-selbe; es war im Gange eine ganze Versammlung umden Nubier.
„In der That," sagte Monte Christo, „Ihr Parisist eine seltsame Stadt und Ihre Pariser sind ein selt-sames Volk. Man sollte glauben, es wäre das erste