215
„Warum nicht? mit meinem Manne!"
„Aber der gehcimnißvolle Graf ist Junggeselle."
„Sic sehen, daß dies nicht der Fall ist," entgcgnetedie Baronin, ebenfalls lachend und auf die schöne Grie-chin deutend.
„Diese Frau ist eine Sklavin, wie er uns, Sic cr-rInnern sich, Morccrf, bei Ihrem Frühstück selbst gesagthat?"
„Gestehen Sic, mein lieber Lncicn," sprach dieBaronin, „vaß sie vielmehr das Aussehen einer Prin-zessin hat."
„Ans Tausend und eine Nacht."
„Aus Tausend und eine Nacht," das sage ichnicht; doch was macht die Prinzessinnen, mein Lieber?die Diamanten, und damit ist sie bedeckt."
„Sic hat sogar zu viele Diamanten an sich," sprachEugenie; „sie wäre schöner ohne dies, denn man würdeihren Hals und ihre reizend geformten Handgelenkesehen."
„Oh die Künstlerin! sehen Sic, wie leidenschaftlichsic wird!" sprach Madame Danglars.
„Ich liebe Alles, was schön ist," sprach Eugenie.
„Aber was sagen Sie dann zu dem Grafen?" fragteDcbra«, „es scheint mir, er ist auch nicht übel."
„Der Gras?" cntgcgnelc Eugenie, als wäre cs ihr»och nicht eingefallen, ihn anzuschauen; „der Graf istsehr bleich."
„Gerade in dieser Blässe liegt das Geheimniß, daswir suchen," sagte Morccrf. „Die Gräfin G * 'be-hauptet, wie Sie wissen, er sei ein Vampyr."
„Die Gräfin G ' ' ' ist also zurück?" fragte dieBaronin.
„In jener Scitcnlogc," erwiedcrte Eugenie, „unsbeinahe gegenüber, meine Mutter, jcne Frau mit denwunderbar schönen blonde» Haaren."
„Ah! ja," sagte Madame Danglarö, „wissen Sie,was sic thun sollten, Morccrf?"