komme dann, »m mich zu erkundigen, ob ich Ihnen inirgend einer Beziehung in Paris dienen kann,"
„Meine Herren," sagte die Gräfin, „jeden SamstagAbend, Nue de Nivol! 22, bin ich für meine Freunde zuHause,"
Die zwei jungen Leute verbeugten sich und verließendie Loge.
Als sie in den Saal traten, sahen sie, daß dasParterre sich erhoben hatte und die Augen ans einenPunkt richtete; ihre Blicke folgten der allgemeinen Rich-tung und blieben bei der ehemaligen Loge des russischenBotschafters, Ein Mann in schwarzer Kleidung vonfünf und dreißig bis vierzig Jahren war mit einer Frauin orientalischem Costume cingetretcn. Die Frau war vonder höchsten Schönheit und das Costume von einem solchenReichthum, daß sich ihr, wie gesagt, auf der Stelle alleAugen zngewandt hatten.
Ah! " rief Albert, cs ist Monte Christo mit seinerGriechin,"
Es war wirklich der Graf und Hayde, Nach wenigerals einer Minute war die junge Frau der Gegenstand derAufmerksamkeit nicht nur des Parterre allein, sondern desganzen Saales; die Frauen neigten sich aus ihren Logenheraus, um unter dem Feuer des Kronleuchters dieseCascade von Diamanten funkeln zu sehen.
Der zweite Akt ging unter dem dumpfen Geräuschevorüber, das bei versammelten Massen ein großes Ereig-niß andcutet. Niemand dachte daran, Stillschweigen zufordern. Diese so junge, so schöne, so blendende Frauwar das seltsamste Schauspiel, das man sehen konnte.
Diesmal deutete ein Zeichen von Madame DanglarsAlbert klar an, daß er erwartet wurde. Sobald der Aktbeendigt war, eilte er auf die Vorbühne,
Er begrüßte die beiden Frauen und reichte Debraydie Hand,
Die Baronin empfing ihn mit einem reizenden Lächelnund Eugenie mit ihrer gewöhnlichen Kälte.
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