Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
209
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Madame, Sie waren im Begriff, eine Geschichtezu erzähle»;stellen Sie sich vor,"" sagten Sie."

Nun wohl, stellen Sic sich vor, daß der schöneFuchö und der kleine Jockey mit der rosenfarbigen Kasakemir beim ersten Anblick eine so lebhafte Sympathie ein-flößten, daß ich für den einen, wie für de» andern Ge-lübde that, als wäre ich dabei mit der Hälfte meinesVermögens betheiligt; als ich sie um drei Pferdelängenvor den andern am Ziele ankommcu sah, war ich auch sofreudig, daß ich wie toll in die Hände klatschte. DenkenSie sich mein Erstaunen, bei meiner Rückkehr traf ich aufmeiner Treppe de» kleinen rosenfarbigcn Jockey; ich glaubte,der Sieger bei;» Rennen wohne zufällig in einem Hausemit mir, als ich, die Thüre meines Salons öffnend, mitdem ersten Blicke den goldenen Becher gewahrte, der denvon dem unbekannten Pferde und dem Jockey gewonnenenPreis bildete. Zn dem Becher lag ein Papierchen, wor-auf die Worte standen:Der Gräfin G " " LordRuthwen.""

Ganz richtig, so ist eö," sagte Morcerf.

Wie, ganz richtig? was wollen Sic damit sagen?"

Ich will damit sagen, daß es Lord Nnthwen inPerson ist."

Welcher Lord Ruthwen? "

Der unserigc, der Vampyr, der vom Teatro Nr-geutina."

Wirklich!" rief die Gräfin,er ist also hier?"

Gewiß."

Und Sie sehen ihn? Sie empfangen ihn? Siebesuchen ihn?"

Er ist mein Freund, und Herr von Chatcau-Nenaudhat ebenfalls die Ehre, ihn zu kennen."

Was macht Sie glauben, daß er gewonnen hat?"

Sein unter dem Namen Vampa eingeschriebenesPferd."

Nnn, weiter?"

Der Graf v. Monte Christo. III.

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