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11/14 (1846)
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Ermuthigungcn, die Medaillen, die Kreuze, die Monthhou-Preise dienen, wenn nicht, um die Gesellschaft ihrer höch-sten Vollendung znzuführeu? Der Mensch wird aber nurvollkommen sein, wenn er einmal wie Gott zu schassenund zu zerstören versteht; er weiß bereits zu zerstören, undsomit ist die Hälfte deS WegeS gemacht."

Auf diese Art," versetzte Frau von Villcfort, immerwieder ans ihr Ziel zurückkommcnd,auf diese Art sinddie Gifte der Borgia, der Mediri, der Neuv, der Rnggicri,und etwas später vielleicht deS Baron von Trenk, womitdas moderne Drama und der Roman einen so großenMißbrauch getrieben. . ."

Gegenstände der Knust, Madame, und nichts An-deres," erwiedcrle der Graf.Glauben Sie, der wahreGelehrte wende sich unabänderlich an dasselbe Indivi-duum? Keines WegS. Die Wissenschaft liebt die Sprünge,die Kraflstückc, die Phantasie, wenn man so sagen darf.So hatte z. B. der vortreffliche Adclmontc, von welchemich so eben sprach, erstaunliche Erfahrungen in dieser Hin-sicht gemacht."

Wirklich!"

Ja, ich werde Ihnen eine einzige anführcn. Erhatte einen sehr schönen Garten, voll von Gemüsen,Blumen und Früchten: unter diesen Gemüsen wählteer das ehrlichste von allen, einen Kohl zum Beispiel.Drei Tage hinter einander begoß er diesen Kohl miteiner Arsenikaustösung; am dritten Tage wurde derKohl krank und vergilbte; es war Zeit, ihn abzuschnei-den; oben erschien er reif und er behielt sein anständi-ges Aussehen; für Adelmonte allein war er vergiftet.Dann trug er den Kohl nach Hause, nahm ein Kanin-chen, der Abbs Adelmonte hatte eine Sammlung vonKaninchen, Katzen und indischen Schweinen, die in kei-ner Beziehung seiner Sannnlung von Gemüsen, Blu-men und Früchten nachgab: der Abbö Adclmontc nahmein Kaninchen und ließ dasselbe ein Kohlblatt fressen;dar Kaninchen starb. Welcher Untersuchungsrichter würde