Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
186
Einzelbild herunterladen
 

186

welch einem beklagenswcrthen Zustande sich der Vatermeines Gatten befindet?"

Ja, Madame, Herr von Villefort hat mir davongesagt; eine Lähmung, glaube ich."

Ach! ja, es findet bei dem armen Greise eine völ-lige Abwesenheit der Bewegung statt, die Seele alleinwacht in dieser menschlichen Maschine, aber ebenfallsbleich und zitternd, und wie eine Lampe, welche dem Er-löschen nahe ist. Doch verzeihen Sie, mein Herr, daßich Sie mit unserem häuslichen Unglück unterhalte; ichunterbrach Sie in dem Augenblick, wo Sie mir sagten,Sic wären ein geschickter Chemiker."

Oh! das sagte ich nicht, Madame," cntgegnctclächelnd der Graf;im Gegeutheil, ich studirtc dieChemie, weil ich, entschlossen hauptsächlich im Orientzu lebe», das Beispiel des Königs MithridateS befolge»wollte."

,MitUiiUk>t68 rss kontiere," rief derjunge Naseweis, während er Silhouetten aus einem herr-lichen Album schnitt,derselbe, welcher jeden Morgeneine Tasse Gift mit Nahm frühstückte."

Evuard! abscheuliches Kind!" rief Frau von Ville-fort, das verstümmelte Buch den Händen ihres Sohnesentreißend;Du bist unausstehlich mit Deinem Geschrei.Laß uns allein und suche Deine Schwester Valentine beidem guten Papa Noirticr auf."

Das Album! . . ." sagte Eduard.

Wie das Album?"

Ja, ich will das Album . ."

Warum hast Du die Zeichnungen zerschnitten?"

Weil es mich belustigt."

Geh', geh'."

Ich gehe nicht, wenn man nur nicht das Albumgibt," rief das Kind, und setzte sich, getreu seiner Ge-wohnheit, nie nachzugeben, in einem großen Lehn-stuhle fest.

Nimm und laß uns in Ruhe," sagte Frau von