Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
185
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und hatte meinen Kammerdiener von einem Fieber ge-heilt, weshalb man mich für einen großen Arzt hielt.Wir plauderten lange von gleichgültigen Dingen von Pc-rugino, von Raphael, von Sitten und Gebräuche», vonjener berüchtigten Aqua Tofana, von der, wie man Ihnen,glaube ich, gesagt hatte, noch einige Personen in Perugiadas Geheimniß bewahrten."

Ah! es ist wahr," sprach Frau von Billefort miteiner gewissen Unruhe,ich erinnere mich dessen."

Ich weiß nicht mehr, was Sie mir im Einzelnensagten, Madame," versetzte der Graf mit vollkommenerRuhe,doch ich bin dessen noch vollkommen eingedenk,daß Sie, den allgemeinen Jrrthnm über meine Persontheilcnd, mich über die Gesundheit von Fräulein vonMllcfort um Rath fragten."

Aber Sie waren wirklich Arzt, da Sie Krankeheilten?"

Moliöre oder Beaumarchais würden Ihnen ant-worten, Madame, daß ich, gerade weil ich nicht war,nicht meine Kranken geheilt habe, sondern daß meineKranken genesen sind; ich begnüge mich, Ihnen zu bemer-ken , daß ich ziemlich gründlich die Chemie und die Natur-wissenschaften studirte, aber Sie begreifen, nur als Lieb-haber."

In diesem Augenblick schlug es sechs Uhr.

Es ist sechs Uhr," sagte Frau von Billefort sicht-bar bewegt;willst Du nicht Nachsehen, Valentine, obDein Großvater zum Mittagessen bereit ist?"

Valentine stand auf, verbeugte sich vor dem Grafenund verließ das Zimmer, ohne ein Wort zu sprechen.

Oh ! mein Gott, Madame, sollten Sie Fräulein vonVillefort meinetwegen entfernt haben?" sagte der Graf,als Valentine weggegangcn war.

Durchaus nicht," crwiederte lebhaft die jungeFrau;es ist die Stunde, zu der wir Herrn Noir-tier das traurige Mal einnchmen lassen, das sein un-glückliches Dasein fristet; Sie wissen, mein Herr, in