l ich kämpfe nicht, weil ich ebenso sehr Sie, als mich in, diesem Kampfe zu Grunde zu richten befürchte."
„Aber, Valentine," »ersetzte Marimilian, „warum aufdiese Art verzweifeln, warum die Zukunft stets so hüstersehen?"
„Ah! mein Freund, weil ich nach der Vergangenheiturtheile."
„Doch bedenke» wir, ob ich nicht eine ausgezeich-nete Partie nach dem aristokratischen Gesichtspunkte bin,ich gehöre doch i» vielen Stücken zu der Welt, inder Sic leben; die Zeit, wo - es zwei Frankreichs inFrankreich gab, besteht nicht mehr, die höchsten Fami-l licn der Monarchie haben sich mit den Familien desKaiserreiches vermischt; die Aristokratie der Lanze hatsich mit dem Adel der Kanone vermählt. Nun wohl!ich bin von dem letzteren; ich habe eine schöne Zu-kunft in der Armee, ich besitze ein beschränktes, aber un-abhängiges Vermögen; das Andenken an meinen Vaterendlich wird in unserem Lande als das von cinem derehrlichsten Kausieute, welche je gelebt haben, verehrt. Ichsage, unser Land, Valentine, weil Sie halb und halb vonMarseille sind."
„Sprechen Sic mir nicht von Marseille, Marimi-lian, dieses einzige Wort erinnert mich an meine gute^ Mutter, an diesen guten, von der ganzen Welt beklagtenEngel, an diese herrliche Frau, welche, nachdem sicwährend ihres kurzen Aufenthaltes ans Erden über ihrerTochter gewacht, auch noch, ich hoffe es wenig-stens , bei ihrem ewigen Aufenthalte im Himmel überihr wacht. Oh! wenn meine Mutter noch lebte,Maximilian, so hätte ich nichts mehr zu befürchten; ichwürde ihr sagen, daß ich sie liebe, und sie würde uns be-schützen."
„Ach! Valentine," cntgegnetc Marimilian, „wennsie noch lebte, würde ich Sie ohne Zweifel nicht kennen;denn Sie wären dann, wie Sie sagten, glücklich, und