Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
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diese ganze Freude, wofür ich zehn Jahre meines Lebensgegeben hätte, kosten mich, crrathen Sie wie viel? . . .Fünfhundert Franke» jährlich, zahlbar in vierteljährigenRaten. Sie sehen also, cs ist in Zukunft nichts mehrzu befürchte». Ich befinde mich hier auf meinem Boden,kann Leitern an meine Mauer stellen und hinuberschauen,und bin, ohne vor einer Störung durch Patrouillen bangehaben zu muffen, berechtigt, Ihnen zu sagen, daß ich Sieliebe, so lange sich Ihr Stolz nicht verwundet fühlt, wenner dieses Wort ans den» Munde eines armen Tagelöhnersmit Blonse und Mütze kommen hört."

Valentine stieß einen leichten Schrei freudigen Er-staunens aus, erwicdcrte aber bald traurig und als hätteeine eifersüchtige Wolke plötzlich den Sonnenstrahl ver-schleiert, der ihr Herz erleuchtete:

Ach! Marimilian, wir sind nun frei; unser Herzwird uns Gott versuchen lassen; wir werden unsere Sicher-heit mißbrauchen, und unsere Sicherheit wird uns zuGrunde richten."

Können Sie mir das sagen, meine Freundin, mir,der ich Ihnen, seitdem ich Sie kenne, jeden Tag beweise,daß ich meine Gedanken und mein Leben Ihren Ge-danken und Ihrem Leben untergeordnet habe? Wer hatIhnen Zutrauen zu mir gegeben, nicht wahr, meineEhre? Als Sie mir sagten, ein unbestimmter Instinktversichere Sie, Sie liefen irgend eine große Gefahr,stellte ich meine Ergebenheit zu Ihren Diensten, ohneeine andere Belohnung von Ihnen zu verlangen, als dasGlück, Ihnen dienen zu dürfen. Habe ich Ihnen seitdemdurch ein Wort, durch ein Zeichen Veranlassung gegeben,zu bereuen, daß Sic mich unter denjenigen auSzcich-ncn, welche glücklich gewesen wären, für Sie zu ster-ben? Armes Kind, Sic sagten mir, Sie wären mitHerrn d'Epinay verlobt, Ihr Vater hätte diese Verbin-dung geschloffen, das heißt, sie wäre gewiß, denn Alles