nicht zu behaupte», daß Sie mich erwartete», Wohl aber,daß Sie an mich dachten. Sie wollten die Ursache mei-ner Zögerung und den Beweggrund meiner Verkleidungwissen, ich werde Ihnen Beides nennen, und hoffe, Sieentschuldigen mich: ich habe einen Stand gewählt."
„Einen Stand . . . was wollen Sie damit sagen,Marimilian? sind wir denn so glücklich, daß Sie imScherze über das sprechen, was uns betrifft?"
„Oh! Gott soll mich bewahren, daß ich mit dem,Was mein Leben ist, Scherz treibe; aber müde, ein Fcld-läufer und Mancrnerktetterer zu sein, ernstlich erschrockenüber den eines Abends durch Sie bei mir rege gemachtenGedanken, Zhr Vater würde mich früher oder später alseinen Dieb vor Gericht ziehen, was die Ehre der ganzenfranzösischen Armee verletzen müßte, nicht minder darübererschrocken, daß man sich wundern könnte, in dieser Gegend,wo cs nicht die geringste Citadelle zu belagern oder daskleinste Blockhaus zu vcrtheidigen gibt, einen Kapitän derSpahis sich umhertreibcn zu sehen, habe ich mich zumGemüsegärtner gemacht und die Tracht meines Gewerbesangenommen."
„Welch eine Tollheit!"
„Im Gcgcntheil, es ist, wie ich glaube, das Ver-nünftigste, was ich in meinem ganzen Leben gethan habe,denn es verleiht uns vollkommene Sicherheit."
„Erklären Sie sich deutlicher."
„Wohl, ich habe den Eigenthümer dieses Bodensausgesucht, der Vertrag mit seinen ehemaligen Pächternwar abgclaufen, und ich pachtete ihn für mich. Allediese Luzernen gehören mir, Valentine, und nichts hindertmich, mir eine Hütte unter diesem Heu bauen zu lassenund fortan zwanzig Schritte von Ihnen zu leben. Oh!diese Freude, dieses Glück, ich weiß mich nicht zu fassen!Begreifen Sie, Valentine, daß man dergleichen Dingebezahlen kann? Nicht wahr, es ist unmöglich? NunWohl, diese ganze Seligkeit, dieses ganze Glück,