Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
160
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Mein Herr," sprach Marimilian,die Kristallkugcl !aufhebcnd und gleichsam mit religiöser Verehrung die ^seidene Börse küssend,dieses hat die Hand eines Man- .ueS berührt, der meinen Vater vom Tode, uns vomUntergang und unser» Namen von der Schande erret-tete; ein Mann, dem wir cS zu verdanken haben, daßwir arme», bereits dem Elend und den Thränen bloß-gestellten Kinder hören können, wie Menschen über un-ser Glück in Begeisterung gcrathen. Dieser Brief,"Marimilian zog einen Brief ans der Börse und reichteihn dem Grafen,dieser Brief wurde von ihm an einemTage geschrieben, wo mein Vater einen vcrzwciflungS-vollen Entschluß gefaßt hatte, diesen Diamant gabder edelmüthige Unbekannte meiner Schwester als Mit-gift."

Monte Christo nahm den Brief und las ihn miteinem unbeschreiblichen Nusdrucke von Glück; cS war daSunfern Lesern bekannte Billet, adresstrt an Julie undunterschrieben von Simbad dem Seefahrer.

Der Unbekannte, sagen Sic? Also ist der Mann,der Ihnen diesen Dienst geleistet hat, für Sie unbekanntgeblieben? "

Ja, mein Herr, nie haben wir das Glück gehabt,ihm die Hand zu drücken; doch nicht als hätten wir Gottnicht um diese Gunst gebeten," sprach Marimilian:indiesem ganzen Abenteuer waltete eine gcheimnißvolle Lei-tung, welche wir noch nicht begreifen können; Alles wurdevon einer unsichtbaren, mit der Macht eines Zauberersausgerüstete» Hand geordnet."

Oh!" rief Julie,ich habe noch nicht jede Hoff-nung verloren, eines Tags diese Hand zu küssen, wieich die Börse küsse, welche dieselbe berührt hat. Vorvier Jahren war Penelon in Triest: Pcnclon, HerrGraf, ist der brave Seemann, den Sie mit dem Spa-ten in der Hand gesehen haben; vom HochboctSmannist er Gärtner geworden. Penelon war also in Triestund sah auf dem Kai einen Engländer, der sich in einer