Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
Seite
159
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Sie lächeln über unsere Herrlichkeit, Herr Graf,"sprach Marimilian, der ihm mit den Augen folgte.

Nein, nein," cntgcgnete Monte Christo, äußerstbleich und mit einer Hand die Schläge seines Herzenszurückdräugcnd, während er mit der andern auf einekristallene Kugel deutete, unter welcher eine seideneBörse, kostbar gelagert auf einem Kissen von schwarzemSammet, ruhte.Ich fragte mich nur, wozu diese Börsediene, welche, wie mir scheint, auf der einen Seite einPapier, und auf der andern einen ziemlich schönen Dia-mant enthält."

Marimilian nahm eine ernste Miene an und er-widerte :

Dieses, mein Herr Graf, ist der köstlichste vonunseren Familicnschätzen."

In der That, der Diamant ist ziemlich hübsch,"wiederholte Monte Christo.

Oh! mein Bruder spricht nicht von dem Werthedes Steines, obgleich er zu hundert tausend Franken ge-schätzt wird, er will Ihnen nur sagen, daß die Gegen-stände, welche diese Börse enthält, Reliquien von demEngel sind, von welchem vorhin die Rede war."

>«Ich begreife das nicht und darf auch nicht fragen," Madame," erwiderte Monte Christo sich verbeugend;

,verzeihen Sie mir, ich wollte nicht indiscret sein."

JndiScrct, sagen Sic? vH! wie glücklich machenSic uns im Gegentheil dadurch, daß Sic uns Gelegen-heit bieten, uns des Breiteren über diesen Gegenstandauszusprechen. Wollten wir als ein Geheimuiß dieschöne Handlung verbergen, an welche diese Börse er-innert, so würden wir sie nicht auf eine solche Art den! Blicken anssctzen. Oh! wie gern möchten wir sie der

ganzen Welt mittheilen, damit uns irgend eine Bewegung! unseres unbekannten WohlthäterS seine Gegenwart cnt-

z hüllte."

«Ah! wirklich?" versetzte Monte Christo mit gepreß-LL ter Stimme."