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11/14 (1846)
Entstehung
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einem menschlichen Antlitz etwas so Neues, daß ich nichtmüde werden kann, Sic und Ihre» Gatten anzuschauen."

Wir sind in der That sehr glücklich," versetzte Julie;aber wir hatten lange zu leiden, und wenige Menschenmußten ihr Glück so thcncr erkaufe»!, wie wir."

Die Neugierde prägte sich in den Zügen des Gra-fen ans.

Oh! das ist eine ganze Familiengeschichte, wieIhnen neulich Chateau-Ncnand sagte," sprach Marimi-lian;für Sie, mein Herr Graf, der Sie gewohnt sind,erhabenes Unglück und glänzende Freuden zu sehen,dürfte wenig Interesse in diesem häuslichen Gemäldezu finden sein. Jede» Falls haben wir, wie IhnenJulie so eben sagt, heftige Schmerzen ausgestandcn, ob-gleich dieselben in diesen kleinen Rahmen cingeschlossenwaren."

Und Gott hat Ihnen, wie er es bei allen thut, denBalsam des Trostes auf das Leiden gegossen?" fragteMonte Christo.

Ja, mein Herr Graf," antwoktctc Julie;wirkönnen dies wohl sagen, denn er hat für uns gethan, waser nur für seine AuSerwähltcn thut; er schickte uns einenvon seinen Engeln."

Die Nöthc stieg dem Grafen in die Wangen und erhustete, »m ein Mittel zu haben, seine Aufregung, einSacktuch an den Mund haltend, zu verbergen.

Diejenigen, welche in einer purpurnen Wiege ge-boren sind und nie etwas zu wünschen gehabt haben,"sprach Emmanuel,wissen nicht, was das Glück, zuleben, heißt; wie diejenige» den Werth eines reinen Him-mels nicht kennen, welche nie ihr Leben der Gnade vonvier auf ein wüthendes Meer geschlenderten Brettern preis-gegeben haben."

Monte Christo stand auf und ging, ohne etwas zuerwiedcrn, denn am Zittern seiner Stimme hatte man seineErschütterung zu erkennen vermocht, Schritt für Schrittdurch den Salon.